Flüchtlinge im Bistum Speyer

Dom_zu_Speyer

Dementsprechend sind Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Hundertausende machen sich auch auf den Weg in unsere sicheren und wohlhabenden Länder in der Mitte Europas. Sie suchen Schutz und Aufnahme.

Die Bilder dieser Flüchtlinge auf dem Weg in einen sicheren Hafen ziehen uns in den Bann und auch immer stärker in die Verantwortung.

So stehen auch wir als Christinnen und Christen im Bistum Speyer vor einer großen Herausforderung. Wir wollen unserem Anspruch der Sorge um die Menschen, die zu uns kommen, gerecht werden und Taten folgen lassen.  Viele Ehren- und Hauptamtliche  in den Gemeinden und Verbänden, den Einrichtungen der Caritas und den Ordensgemeinschaften haben sich dazu schon auf den Weg gemacht und legen ein ermutigendes Zeugnis ab.

Hilfsprojekte im Bistum Speyer 

Erstaufnahmestellen

Die Flüchtlinge werden nach ihrem Eintreffen in der Bundesrepublik auf der Grundlage eines festgelegten Schlüssels auf die einzelnen Bundesländer verteilt. Dort werden sie registriert und können dann ihren Asylantrag stellen. Aufgrund der deutlich gestiegenen Zahlen ist derzeit mit monatelangen Wartezeiten bis zur Registrierung und Antragstellung zu rechnen.

Im Saarland gibt es bisher eine Flüchtlingserstaufnahmestelle des Landes in Lebach, eine Außenstelle in Saarbrücken-Dudweiler ist in Planung. In Rheinland-Pfalz gab es bis vor kurzem nur die Erstaufnahmestellen des Landes  in Trier und in Ingelheim. Mittlerweile sind alleine im Bereich unseres Bistums die Erstaufnahmestellen Kusel, Zweibrücken, Ludwigshafen und Speyer eingerichtet worden, die mindestens je 500 Plätze für Flüchtlinge vorhalten.

Wenn Sie Flüchtlingen bei der Orientierung in Deutschland helfen möchten finden Sie hier eine gute Zusammenstellung von Hinweisen in zahlreichen Sprachen.

Flüchtlinge unterliegen Beschränkungen

Die Flüchtlinge unterliegen im Rahmen des von Ihnen gestellten Asylantrags einem festen Reglement, so zum Beispiel der Verpflichtung für eine festgelegte Zeit in den Erstaufnahmestellen des Landes zu wohnen, einem Arbeitsverbot bzw. nach Ablauf einer festgelegten Frist eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten. Sie werden mit Sachleistungen versorgt und können keine staatlich geförderten Sprachkurse in Anspruch nehmen.

Nach dem Aufenthalt in der Erstaufnahmestelle  haben die Flüchtlingskinder, wie alle anderen Kinder auch, einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung, ebenso unterliegen die Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrem Alter der Schulpflicht.