Hilfe in den Herkunftsländern und auf den Fluchtwegen

Mädchen mit Hilfspaket der CaritasBild: Caritas International

In Syrien mussten elf Millionen Menschen aufgrund des Krieges ihre Heimat verlassen. 7,5 Millionen von ihnen irren auf der Suche nach Hilfe im Land herum. Caritas international erreicht die Menschen in Syrien über Partnerstrukturen unter anderem in Damaskus, Aleppo, Homs, Hassaké und am Küstenstreifen des Mittelmeeres. Opfer der Gewalt werden unter anderem mit Nahrungsmitteln, medizinischer Hilfe, Hygieneartikeln, Decken, Matratzen und Mietbeihilfen versorgt. Die Hilfe ist nur unter hohen Risiken für Leib und Leben möglich. Ungezählte Überfälle auf Hilfskonvois sowie der Tod zahlreicher Helfer belegen das auf grausame Weise. Auch die Hilfe von Caritas international ist Gefährdungen ausgesetzt: Mitarbeiter werden aufgrund ihrer humanitären Arbeit von der syrischen Regierung steckbrieflich gesucht.

Im Libanon ist jeder dritte Bewohner ein Flüchtling.

Das sind 1,2 Millionen Menschen. Kein Land der Welt nimmt pro Kopf so viele Hilfesuchende innerhalb seiner Grenzen auf. Die dadurch entstehenden Belastungen sind auch im Alltagsleben der libanesischen Bevölkerung spürbar: Die Mietpreise haben sich örtlich wegen der gestiegenen Nachfrage vervierfacht, Schulen und Krankenhäuser sind überfüllt und die Konkurrenz um die wenigen Arbeitsplätze wird täglich größer. Hilfesuchende Flüchtlinge werden in sechs Caritas-Zentren mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und ärztlicher Hilfe unterstützt. Derzeit wird ein Schwerpunkt auf die psychosoziale Begleitung von Personen mit Gewalterfahrung gelegt, insbesondere sind das Mütter, Kinder und junge Frauen. Es werden aber auch Mietbeihilfen gegeben, Schulgebühren übernommen und Kurse zu Ernährung und Kindererziehung angeboten.

Jordanien ist Zielort vieler Flüchtlinge. Die meisten kommen aus Syrien, es sind weit über 600.000. Das sind zehn Prozent der Bevölkerung. Es leben aber auch noch immer zehntausende Iraker, die nach dem Golfkrieg Schutz suchten, sowie eine unbekannte Anzahl palästinensischer Flüchtlinge im Land. Vor allem die aktiven und gut ausgebildeten Flüchtlingsfamilien versuchen das Land zu verlassen. Zurückgeblieben sind besonders bedürftige Familien, oftmals mit allein erziehenden Müttern. Die wirtschaftlichen Reserven dieser Familien sind meist aufgebraucht. In sieben Caritas-Zentren werden die hilfesuchenden Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und ärztlicher Hilfe unterstützt. Derzeit wird ein Schwerpunkt auf die psychosoziale Begleitung von Personen mit Gewalterfahrung gelegt, insbesondere sind das Mütter, Kinder und junge Frauen. Es werden aber auch Mietbeihilfen gegeben, Schulgebühren übernommen und Kurse zu Ernährung und Kindererziehung angeboten.

Weitere Infos zu Fluchtursachen finden Sie hier.

Im Infoletter von Caritas International können Sie sich über humanitäre Hilfe für die Leidtragenden des Bürgerkriegs in Syrien informieren.